Leben gestalten

Körpertherapie: Thymopraktik und Bewegung

Integrative Therapie

Die Integrative Gestalttherapie ist ein körperorientiertes Behandlungsverfahren.

Sie sieht die Menschen in ihrer Ganzheit: ihrer Körperlichkeit, ihren seelischen Regungen, ihren geistigen Strebungen und ihrem sozialen und ökologischen Eingebundensein. Jedes Gefühl von Trauer, Wut, Freude, Angst, Verzweiflung… drückt sich in Gestik, Mimik und Körperhaltung aus und kann sich in den Körper einprägen. Diese Phänomene des Körpers bilden Wegweiser zu Mustern, Bedeutungs- und Sinnzusammenhängen, die Zugang zur Lebensgeschichte eines Menschen ermöglichen.


Thymopraktik (von thymoi = Empfindung) ist praktischer Umgang mit den Bewegungen des Körpers, seinen Wahrnehmungen, seinen innerem Bewegtsein (Gefühl), seinem Handeln, ist Umgang mit den körperlichen Regungen, die nach Ausdruck verlangen.
Die Integrative Bewegungslehre sieht Bewegung nicht funktional als „richtig, gesund, natürlich oder krank, fehlerhaft, unnatürlich“, sondern als in ihrem kulturellen, sozialen und ökologischen Raum gestaltete Bewegung. Wie sich Menschen bewegen, wie sie fühlen und handeln wird im Kontext ihrer Lebenswelt und Geschichte betrachtet und verstanden.
Der Wunsch nach körperlicher Fitness im Sinne von „den Körper optimieren und funktionsfähig machen und ihn an gesellschaftliche Schönheitsideale anzupassen“ kann aus Entfremdung entstehen.

Die Integrative Körpertherapie fördert Gesundheit im Sinne von Wohlbefinden, sich „in sich selbst zu Hause fühlen“ und versteht Krankheit und Leiden als zum menschlichen Dasein gehörende Erfahrung. Sie fördert die Fähigkeiten der Entspannung, Wahrnehmung und Bewusstheit und die Wertschätzung der eigenen Person.

Der Körper und seine Bewegungen ist Grundlage aller Methoden und Techniken der Integrativen Therapie, im Besonderen auch dort, wo Worte nicht mehr greifen, wo die Sprache der Mimik, der Gesten, der Blicke beginnt, das was noch nicht gesagt werden kann, das was mitgesagt wird und das was unsagbar ist.